Autor: Johann Wilhelm Wolf
Als der Weltschluss geschlossen war und alle Tiere geschaffen waren, da paarten sie sich und der Gockel hielt Hochzeit mit dem Hinkel. Er hatte aber viele Gäste dazu geladen, alle Hinkel von fern und nah. Als das Gastmahl vorüber war, führten die jungen Eheleute ihre Gäste in ihre Gärten und Wälder und der Gockel sprach stolz:
Gretchen, das Hinkel, aber sagte:
Als sie nun so dahingingen und sammelten, kam plötzlich aus der Ferne der Fuchs geschlichen. Alle Hinkel wurden ängstlich und drängten sich um den Gockel. Der sprach:
Da ging Gretchen, aber kaum war sie aus dem Walde, als ein Stoßvogel niederschoss, die arme junge Frau packte und mit sich wegtrug, ohne dass eins von den anderen etwas davon ahnte.
Unterdessen kam der Fuchs den anderen immer näher und die Hinkel schlichen sich weg, eins hierhin, eins dorthin, bis zuletzt der Gockel ganz allein stand. Dem erlaubte es nämlich sein Stolz nicht, so feige durchzugehen. Als der Fuchs ihm ganz nahe war, schnappte er nach dem guten Gockel, fasste ihn an den Flügeln und lief mit ihm vor seine Höhle. Da rief der Gockel:
Da breitete der Gockel die Flügel auseinander, stellte die Beine dicht beisammen, bückte den Kopf und drückte die Augen zu.
Der Gockel rückte des Fuchses Beine zusammen, drückte seinen Schwanz gegen die Erde und den Kopf nieder, bis die Schnauze den Boden berührte, und sagte:
Da flog der Gockel auf einen Baum und rief:
Der Fuchs merkte jetzt, dass er geprellt war. Und wenn auch alle Tiere beten, bevor sie essen, der Fuchs tut es nicht.
Der gute Gockel fand sein Gretchen natürlich nicht, als er nach Hause kam. Er glaubte, sie habe sich verirrt, und das glaubt er noch. Darum ruft er jeden Morgen allen Vögeln bei Tagesanbruch schon zu:


