Autor: Gebrüder Grimm
Die Begegnung auf dem Acker
Es war einmal ein kluges und verschmitztes Bäuerlein, von dessen Streichen viel zu erzählen wäre. Die schönste Geschichte ist aber doch, wie er den Teufel einmal überlistet und zum Narren gehalten hat.
Das Bäuerlein hatte eines Tages seinen Acker bestellt und rüstete sich zur Heimfahrt, als die Dämmerung schon eingebrochen war. Da erblickte er mitten auf seinem Acker einen Haufen feuriger Kohlen. Als er voller Verwunderung hinging, saß oben auf der Glut ein kleiner, schwarzer Teufel.
, sprach das Bäuerlein.
, antwortete der Teufel,
, sprach das Bäuerlein.
, antwortete der Teufel,
Das Bäuerlein ging auf den Handel ein.
, sprach es,
Dem Teufel gefiel das gut, aber das listige Bäuerlein hatte Rüben gesät.
Die erste Ernte: Was unter der Erde wächst
Als nun die Zeit der Ernte kam, erschien der Teufel und wollte seine Früchte holen. Er fand aber nichts als die gelben, welken Blätter. Das Bäuerlein grub ganz vergnügt seine Rüben aus.
, sprach der Teufel,
, antwortete das Bäuerlein.
Die zweite Ernte: Was über der Erde wächst
Als aber die Zeit zur Aussaat kam, säte das Bäuerlein nicht wieder Rüben, sondern Weizen. Die Frucht wurde reif, das Bäuerlein ging auf den Acker und schnitt die vollen Halme dicht am Boden ab.
Als der Teufel kam, fand er nichts als die wertlosen Stoppeln im Boden und fuhr wütend in eine Felsenschlucht hinab.
, sprach das Bäuerlein, ging hin und holte sich den Schatz.

