Autor: Gebrüder Grimm
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**Die Scholle.**
Aufruhr im Fischreich
Die Fische waren schon lange unzufrieden, dass keine Ordnung in ihrem Reich herrschte. Keiner kümmerte sich um den anderen. Jeder schwamm nach rechts oder links, wie es ihm gerade einfiel. Sie fuhren zwischen denen hindurch, die zusammenbleiben wollten, oder versperrten ihnen den Weg. Der Stärkere gab dem Schwächeren einen Schlag mit dem Schwanz, sodass er weit weggeschleudert wurde, oder er verschlang ihn einfach ohne Weiteres.
, sagten sie. Sie beschlossen, denjenigen zu ihrem Herrn zu wählen, der am schnellsten durch die Fluten schwimmen und dem Schwachen Hilfe bringen konnte.
Das Wettschwimmen
Sie stellten sich also am Ufer in Reihe und Glied auf. Der Hecht gab mit dem Schwanz das Zeichen zum Start, woraufhin alle zusammen aufbrachen. Wie ein Pfeil schoss der Hecht dahin, und mit ihm der Hering, der Gründling, der Barsch, der Karpfen und wie sie alle heißen. Auch die Scholle schwamm mit und hoffte, das Ziel als Erste zu erreichen.
Der Neid der Scholle
Auf einmal ertönte der Ruf:
(Wer ist vorn?), schrie verdrießlich die platte, missgünstige Scholle, die weit zurückgeblieben war.
, war die Antwort.
(Der nackte Hering?), rief die neidische Scholle.
Seit dieser Zeit steht der Scholle zur Strafe das Maul schief.

