Autor: Gebrüder Grimm
Der listige Heiratsantrag
Es war einmal ein junger Bauer, der hieß Hans. Dem wollte sein Vetter gern eine reiche Frau werben. Da setzte er den Hans hinter den Ofen und ließ gut einheizen. Dann holte er einen Topf Milch und eine gute Menge Weißbrot, gab ihm einen neu geprägten, glänzenden Heller in die Hand und sprach:
, sprach der Hans,
Nun zog der Werber ein paar alte, geflickte Hosen an, ging ins andere Dorf zu einer reichen Bauerntochter und sprach:
Da fragte der geizige Vater:
, antwortete der Werber,
, und schlug sich dabei auf seine geflickte Hose (denn
beziehungsweise
nannte man im Dialekt sowohl Flicken als auch Landstücke).
Da wollte der Geizhals die gute Gelegenheit nicht verpassen und sprach:
Die Besichtigung der Güter
Nun wurde die Hochzeit an dem bestimmten Tag gefeiert. Als die junge Frau ins Feld gehen und die Güter des Bräutigams sehen wollte, zog Hans erst sein sonntägliches Kleid aus, legte seinen geflickten Kittel an und sprach:
Da gingen sie zusammen ins Feld. Wo sich auf dem Weg ein Weinstock abzeichnete oder Äcker und Wiesen abgeteilt waren, deutete Hans mit dem Finger darauf, schlug dann an einen großen oder kleinen Flicken seines Kittels und sprach:
Er wollte damit sagen, die Frau sollte nicht in das weite Feld gaffen, sondern auf sein geflicktes Kleid schauen, denn das war sein Eigen.
Das Lied des Dichters

